Ronja spielt Tango auf dem Cello

Bad Homburg   Schülerin des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums qualifiziert sich für musikalischen Landeswettbewerb.

Die zehnjährige Ronja Theismann, Schülerin des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums, fährt mit ihrem Cello zum Landeswettbewerb "Jugend musiziert" nach Schlitz. Den Weg dorthin hat ihr der erste Platz im Regionalwettbewerb Frankfurt geebnet.

"Theismann, Ronja, Violoncello, 23 Punkte, 1. Preis m. Wtl. LW" - so steht es in der Ergebnistabelle des Wettbewerbs "Jugend musiziert" 2019. Die Schülerin des Bad Homburger Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums (KFG) hat sich beim 56. Regionalwettbewerb des renommierten Jugendwettbewerbs gegen fünf Mitbewerber durchgesetzt, die allerdings alle auf sehr hohem Niveau spielten. Es gab vier erste Plätze mit den hohen Punktzahlen 21, 22, und eben 23.

Die Abkürzung "m. Wtl. LW" macht den Unterschied, denn sie steht für die "Weiterleitung zum Landeswettbewerb", der am 28. März in Schlitz im Vogelsberg ausgetragen wird, wo der Deutsche Musikrat als Auslober des Wettbewerbs ansässig ist. Auf Regionalwettbewerben, es war bereits der 56., werden die Teilnehmer des Landeswettbewerbs gesichtet und Ronja trat in der Region Frankfurt/Hochtaunuskreis/Wetterau in der Kategorie Violoncello solo an.

Ronja ist zehn Jahre alt, besucht das KFG und spielt dort auch im Schulorchester. Mit dem Cello hat sie erst vor rund zwei Jahren begonnen, seit eineinhalb Jahren hat sie Unterricht bei Christine Lohrmann unter dem Dach der Musikschule Hochtaunus, die in Neu-Anspach beheimatet ist.

Daheim wird viel musiziert

Ronja ist in einer musikalischen Familie zu Hause, die Mutter spielt Klavier und Flöte, die achtjährige Schwester Marie spielt und lernt Violine. Klar, dass deshalb auch zu Hause viel musiziert wird. Aber Musik ist nicht das einzige Hobby, das Ronja mit Begeisterung ausübt, denn Tennis macht ihr fast genauso viel Spaß.

"Ein bisschen aufgeregt war ich schon", gestand Ronja, als sie vor der vierköpfigen Jury in Dr. Hoch's Konservatorium habe antreten müssen. Aber sie war bestens vorbereitet. Zu den Anforderungen gehört unter anderem, dass Stücke aus verschiedenen Epochen gespielt werden und zudem unterschiedliche Charakter haben müssen.

Ronja und ihre Lehrerin haben eine gute Auswahl getroffen. So das Albumblatt e-moll des russischen Komponisten Reinhold Glière, ein Scherzo von Carl Webster sowie eine Komposition von Kathy und David Blackwell mit dem Titel "Latin Nights".

Letzteres kam nicht von ungefähr in die Auswahl von Schülerin und Lehrerin. Lohrmann ist in Argentinien geboren, hat als Jugendliche im Jugendorchester L.R.A. Buenos Aires gespielt und so wundert es nicht, das es sich bei den "Latin Nights" um einen Tango handelt.

Da brauchte sie Ronja nicht lange zu überreden, denn: "Mein Vorbild ist Sol Gabetta", sagte die Schülerin und da hat sie sich einen weltweit, aber vor allem in Europa gefeierten Cello-Star ausgesucht. Kleine Randnotiz: Auch Gabetta hat mit zehn Jahren ihren ersten Wettbewerb gewonnen, auf den unzählige Preise folgten.

Wie eine Kostprobe ihres Könnens zeigt, spielt Ronja den Tango schon mit dem so typischen Tango-Feeling, und dass das Cello mit seinem weichen dunklen Klang der Melancholie des argentinischen Tangos entgegenkommt, mag ihrer künstlerischen Gestaltung ebenfalls entgegengekommen sein.

Üben, üben, üben

"Ronja braucht nicht besonders motiviert zu werden. Sie spielt aus sich heraus mit großer Begeisterung", sagte Lohrmann über ihren Schützling. Einmal in der Woche sehen sich die beiden in der Christuskirchengemeinde in der Berliner Siedlung in Bad Homburg, wo sie zum Üben einen Musik- und Jugendraum benutzen dürfen. Die Musikschule Hochtaunus hat übrigens zahlreiche Spiel- und Übungsstätten zu beiden Seiten des Taunuskamms, auf dem mit Kronberg ein besonders heißes Pflaster für Cellisten liegt. Wer weiß, vielleicht wird sich Ronja in der Cello-Metropole auch einmal den Schliff für eine Karriere als Solo-Cellistin holen.

Jetzt gilt es aber erst einmal, sich auf den Landeswettbewerb vorzubereiten.

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Lea, 7 Jahre schreibt: Lieber Csaba, vielen Dank für diese tollen Gitarrenstunden. Ich habe schon so viel gelernt. Sogar den Bruder Jakob kann ich jetzt schon auswendig. Mein Bruder will jetzt auch bei dir anfangen.
Hey hab grad meinen Eltern vorgespielt... sie waren voll begeistert.  Danke für den coolen unterricht!! Lg Anke 13 Jahre
Mein Sohn Tobias (12 Jahre)spielt seit drei Jahren Klavier und ist immer noch mit großer Begeisterung dabei. O-Ton Tobias:" Beim Matthias macht´s mir einfach Spaß!" Und das Punktesystem für Auftritte spornt ihn seit neuestem erst recht an. Toll finde ich auch, daß die Kinder Hits aus den aktuellen Charts spielen dürfen, wenn sie das wollen.
Cornelia S. aus Neu Anspach: Christian konnte meine drei Kinder (zwischenzeitlich 15-20 Jahre alt) durch seine lockere und mitreißende Art so sehr für den Unterricht begeistern, dass sie alle drei so ab der dritten Klasse für wenigstens 7 Jahre am  Unterricht für E-Gitarre teilnahmen. Danach hörten die Älteren aus Abi-/Studiengründen auf. Natürlich gab es auch "Hänger", die fing Christian aber gekonnt durch Gespräche oder Änderung der Songs wieder auf. Vielen Dank, Christian!
Ursula W. aus Bad Homburg: Also wenn es eine "Bambi" für Musikschulen gäbe, dann hätte die Musikschule Hochtaunus den absolut verdient. Es ist wunderschön, wie hier der Spaß an Musik vermittelt wird. Meine Tochter hat riiiieeesen Sprünge beim Querflötespielen und das völlig ohne Druck. Sie wird da abgeholt wo sie steht und ohne dass sie es richtig merkt geht sie mit Spaß über ihre Grenzen hinaus. Ich bin begeistert vom Musikschul-Team.

Selbst die Harfe kam zum Zug

22.12.2015 VON  FRANK SALTENBERGER Hohes Niveau am Klavier, überzeugende Stimmen und viele Talente: Die Musikschule Hochtaunus bringt ihre Schüler jedes Jahr ein großes Stück voran, was jetzt zu hören war.

Neu-Anspach. 

„Heute spielen sie noch ,Morgen kommt der Weihnachtsmann‘ und morgen schon Beethoven.“ Es sei schon interessant, die Entwicklung der Schüler zu verfolgen, sagte Michael Dragic, Chef der Musikschule Hochtaunus, der mit seinen Lehrern stets zum Jahresende Bilanz „abliefert“.

Rund 60 Musikschüler spielten verteilt auf zwei Konzerte in der Grundschule Hasenberg vor und demonstrierten vorwiegend Eltern, was sie durch professionelle Anleitung, Fleiß und Talent erreicht haben. „Der Weg ist das Ziel“, sagte Dragic noch zu dem Konzept Vorspielkonzert, und das kann man auf jeden Stand beziehen, auf dem sich ein Musikschüler gerade befindet – ob nun ein Weihnachtsmann-Lied oder ein Beethoven gespielt wurde.

Gerade die ersten Liedchen haben es doch in sich, denn wie viele Eltern- oder Großelternherzen haben Kinder schon erweicht, wenn sie vor dem Christbaum und vor dem Geschenke-Auspacken „Oh du fröhliche“ gegeigt oder geflötet haben. Vielleicht wird das auch Talya in ein paar Tagen noch tun, denn genauso süß spielte die kleine, eine der Jüngsten im Abendkonzert, „Ein Männlein steht im Walde“ und stand dabei mit Violine-Lehrer Tposhiro Okamoto auf der Bühne.

Es ging wie immer Schlag auf Schlag: Allein, im Duo oder im Ensemble präsentierten sich die Nachwuchstalente und brachten manchen Zuhörer zum Staunen.

Klavier und Gitarre gehören immer noch zu den Favoriten unter den Instrumenten, im Nachmittagskonzert waren auch viele Flöten vertreten aber es waren auch Gesangsschülerinnen im Programm. Und, auch wenn das Schülerkonzert in einer Grundschule stattfand, es waren durchaus auch viele jenseits des Grundschulalters sowie Erwachsene dabei.

Gitarre, Klavier, Violine sind, wie gesagt, die Lieblingsinstrumente und das sicher nicht nur in der Musikschule Hochtaunus. Aber wo kann man schon Harfenspiel erlernen? Sicher nicht überall, aber auch das ist in der Musikschule Hochtaunus möglich. Harfen-Lehrerin Vera Meusel brachte die zarten Saitenklänge gleich mit zwei Schülerinnen und einer Gastspielerin im Ensemble zum Klingen, was neben den fortgeschrittenen Klavierschülern zu den hervorstechendsten Beiträgen gehörte.

Das Alpha und Omega beider Konzerte bildeten aber vor allem die Beiträge der Gitarrenensembles, bei den Jüngeren, das waren die, die am landesweiten Jeki-Projektes teilnehmen (Jedem Kind ein Instrument), und bei den Älteren das Gitarren-Ensemble der MSHT, jeweils geleitet von Peter Ilkei. Und da es sich um ein Adventskonzert handelte, waren es Weihnachtslieder. In der Weihnachtsbäckerei ging es los und mit „Jingle Bells“ wurde dann endgültig die Weihnachtszeit eingeläutet.

Neue Unterrichtsangebote

Schule im Emsbachtal, Brechen:
Gitarre, E-Gitarre, Cajon - dienstags und donnerstags bei Herrn Jung
Violine, Klavier - donnerstags bei Herrn Chien
Violine, Klavier, Cajon - freitags bei Frau Cativa

Landgraf-Ludwig Schule, Bad Homburg:
Klarinette -  freitags bei Frau Sedlak

Paul-Maar Schule, Obererlenbach:
Klarinette - donnerstags bei Frau Sedlak